Vom Wind getrieben

Unterwegs am Meer

Spätsommer, die Sonne brennt nicht mehr heiß und gleißend, sie wärmt mild und versöhnlich; die Getreidefelder sind weitgehend abgeernet, leuchten aber noch in dem sanften, warmen Goldton, der den Sommer abrundet, vollendet. Dahinter glänzt bis zum Horizont wie geschmolzenes Zinn das Meer. Zwischen den Inseln kreuzen vereinzelt Segelboote.

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Pause

Jetzt habe ich so lange von Japan erzählt, daß inzwischen schon andere Dinge unmittelbar vor der Tür stehen, schöne und weniger schöne. Teilweise Sonnenfinsternis eben (hier 87% Bedeckung).

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Der Bogenbauer

Heute gilt besonders das leicht gekrümmte Langschwert (katana) als die typische Waffe und das Standeskennzeichen der historischen Samurai.
In der mittelalterlichen Frühzeit ihres Aufkommens und darüber hinaus war aber der bis zu zweieinhalb Meter lange und asymmetrische Langbogen (yumi oder kyu) die Hauptwaffe der Kriegerkaste, und er gehörte stets zur vollständigen Ausrüstung von Kriegern und Adeligen.

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Der Shimazuklan und die Industrialisierung Japans

„No Japanese ship … nor any native of Japan, shall presume to go out of the country; whoever acts contrary to this, shall die, and the ship with the crew and goods aboard shall be sequestered until further orders. All persons who return from abroad shall be put to death…”
(Aus dem Abschließungsedikt des Shoguns Tokugawa Iemitsu von 1636.)

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Satsuma.

Keine Mandarinen

Als wir zum ersten Mal nach Japan reisten, sagten meine rudimentären Kenntnisse, das Land sei im Lauf der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts durch drei als Regenten aufeinander folgende Generäle geeint und seit 1603 von den Tokugawa-Shogunen als Zentralstaat regiert worden.

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Samurai-Stadt Obi

Die meisten japanischen Städte sind städtebaulich etwa so unattraktiv wie die Neuweltstädte im mittleren Westen der USA, auf der kanadischen Prärie oder an den Rändern des australischen Outbacks. Nur daß die Häuser in den japanischen Suburbs meist deutlich kleiner sind und viel enger zusammenstehen. Umso mehr weiß man es zu schätzen, wenn man in Japan unterwegs plötzlich unerwartet in ein hübsches Städtchen mit einem erkennbaren historischen Kern kommt. So ging es uns in Obi.

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Grüntöne, japanisch

Es war Frühjahr, als wir in Osaka landeten, und sobald wir das Japan der wuchernden Stadtagglomerationen hinter uns gelassen hatten, ging mir einmal mehr auf, daß keine andere Jahreszeit einen solchen Nuancenreichtum von Grüntönen hervorzaubert. Die grafisch-zweidimensionale Winterlandschaft hatte sich um eine nach Hell- zu Dunkeltönen von Grün gestaffelte dritte (Tiefen-)dimension erweitert.

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